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PIM Gold und Scheideanstalt GmbH: BaFin hat Anhaltspunkte für fehlenden Verkaufsprospekt

Laut einer Verbraucherschutz-Meldung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 26.11.2018 hat diese Anhaltspunkte dafür, dass die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH (Heusenstamm) eine Vermögensanlage mit der Bezeichnung „KINDER GOLD KONTO“ öffentlich anbietet, für die entgegen § 6 Vermögensanlagengesetz kein Verkaufsprospekt veröffentlicht wurde.

 

Das „KINDER GOLD KONTO“ der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH

Mit ihrem „KINDER GOLD KONTO“ will die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH dazu animieren, Kindern unter 18 Jahren ein sogenanntes „Goldkonto“ zu schenken, das 10 Vorzüge aufweisen soll.

Zum einen werde ein 3% „Jahresgoldbonus“ als Kinderbonus auf die Kaufsumme innerhalb eines Kalenderjahres addiert. Außerdem bestünde bei dieser Geldanlage absolute Sicherheit, da es sich bei Gold um das älteste Zahlungsmittel der Welt handele. Darüber hinaus befände sich das gekaufte Gold hundertprozentig im physischen Eigentum des Kindes und es würden auch keine Einrichtungsgebühren oder weitere Kosten anfallen.

Mittels verschiedener „Beispiel-Kalkulationen“ rechnet die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH vor, dass ein solcher „Rhino-Sparplan“ nach ihren Erfahrungen bei einer Ansparsumme von € 24.000,- in 20 Jahren € 37.740,- und nach 30 Jahren sogar € 67.770,- in Gold für das Kind erbringen soll, was für mögliche Ausgaben wie Studium, Ausbildung, Auto, Führerschein etc. zur Verfügung stünde.

Zudem sei diese Auszahlung steuerfrei.

 

„KINDER GOLD KONTO“ der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH laut BaFin prospektpflichtig?

Die Angaben der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH zu Ihren Anlageangebot nebst „Jahresgoldbonus“ und zu der zukünftigen Wertentwicklung dieser Geldanlage lassen darauf schließen, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Vermögensanlage im Sinne von § 1 Abs. 2 Nr. 7 VermAnlG handeln könnte.

Nach dieser Vorschrift fallen und den Begriff einer „Vermögensanlage“ im Sinne des Vermögensanlagengesetzes unter anderem solche Geldanlagen, die eine Verzinsung und Rückzahlung oder einen vermögenswerten Barausgleich im Austausch für die zeitweise Überlassung von Geld gewähren oder in Aussicht stellen.

Diese Voraussetzung könnte möglicherweise bei dem von der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH öffentlich in Aussicht gestellten „3% Jahresgoldbonus“ auf die Kaufsumme innerhalb eines Kalenderjahres erfüllt sein.

In diesem Falle wäre tatsächlich nach § 6 VermAnlG von der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH ein entsprechender Verkaufsprospekt zu dem „KINDER GOLD KONTO“ zu veröffentlichen gewesen, was womöglich auch die BaFin zu ihrer diesbezüglichen Verbraucherschutz-Meldung veranlasst hat.

 

Rechtsrat für Anleger und Goldkäufer bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH

Falls sich Anleger und Goldkäufer nicht sicher sind, ob es sich bei ihrer Geldanlage bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH (Heusenstamm) um eine prospektpflichtige Vermögensanlage handelt, sollten sie dies von einem Anwalt prüfen lassen.

Wenn nämlich entgegen den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften kein Verkaufsprospekt veröffentlicht wurde, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) grundsätzlich die Möglichkeit, den weiteren Vertrieb dieses Anlageproduktes zu untersagen und dem betreffenden Anbieter aufzugeben, bereits abgeschlossene Verträge rückabzuwickeln.

Ungeachtet dessen hat in diesem Falle auch jeder Anleger die Möglichkeit, seinerseits eine Rückabwicklung seiner Kapitalanlage wegen des fehlenden Verkaufsprospekts geltend zu machen.

Im Übrigen sollte jeder bei einer Anlage in Gold oder Goldsparpläne beachten, dass eine Wertsteigerung oder ein Werterhalt nicht sicher ist. Wie beispielsweise das Verbraucherschutz-Magazin „Stiftung Warentest“ erst kürzlich in einem Beitrag vom 19.01.2018 richtigerweise festgestellt hat, bleibt Gold als Geldanlage immer spekulativ, da die Entwicklung des Goldpreises oft einer Achterbahn gleicht. Damit werde laut „Stiftung Warentest“ die Investition letztlich zu einem Glückspiel für die Anleger. Aus diesem Grunde der jeweilige Goldpreis auch für eine Altersvorsorge zu unberechenbar. Schließlich setzten die Anleger bei dem Erwerb von Gold alleine auf die Wertsteigerung, da dieses keinen regelmäßigen Ertrag in Form von Dividenden oder Zinsen biete, so „Stiftung Warentest“.

Die Rechtsanwälte der Kanzlei Seimetz & Kollegen sind seit dem Jahre 1997 schwerpunktmäßig auf die Fachgebiete Bankrecht, Kapitalmarktrecht und Versicherungsrecht spezialisiert und beraten und vertreten Anleger zu diesem Thema bei etwaigen Problemen in allen damit zusammenhängenden Rechtsfragen.

Aufgrund der langjährigen Erfahrungen der Rechtsanwälte der Kanzlei Seimetz & Kollegen mit vergleichbaren Fällen aus dem Gebiet des Verbraucherschutzes, des Bank- und Kapitalmarktrechts sowie des Versicherungsrechts und angesichts der dabei erstrittenen verbraucherfreundlichen Urteile und deren Bewertung in den Medien verfügen die Anwälte unserer Kanzlei über die notwendige fachliche Expertise, um die jeweiligen Ansprüche ihrer Mandanten seriös bestmöglich um- und durchzusetzen oder Probleme bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Im Jahre 2009 wurde die Kanzlei Rechtsanwälte Seimetz & Kollegen von der WirtschaftsWoche zu den 20 WiWo-Topkanzleien für Anlagerecht in Deutschland gezählt.

Für eine kostengünstige Erstberatungspauschale, die auf etwaige spätere Gebühren angerechnet wird, erhalten unsere Mandanten von dem sachbearbeitenden Anwalt unserer Kanzlei eine ausführliche Bewertung und Einschätzung zu den rechtlichen Möglichkeiten, Erfolgsaussichten und Problemen ihres jeweiligen Falles.

 

Ich habe Ihren Beitrag "PIM Gold und Scheideanstalt GmbH: BaFin hat Anhaltspunkte für fehlenden Verkaufsprospekt" gelesen und bitte um kostenfreien Rückruf, da ich hierzu noch einige Fragen habe.

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